Von A nach B in Marokko

Mit dem Flugzeug
Die Royal Air Maroc (AT) bietet die meisten Flüge innerhalb Marokkos an. So können Sie sich auf schnellstem Wege zwischen den Städten Agadir, Casablanca, Dakhla, Essaouira, Fes, Marrakesch, Laayoune, Ouarzazate, Oujda und Tanger bewegen. Es sind günstige Tarife und Ermäßigungen, wie beispielsweise für Jugendliche, erhältlich. Im Codeshare-Abkommen mit der Royal Air Maroc bedient die Regional Air Lines (FN) alle größeren inländischen Flughäfen, dazu gehören zusätzlich Errachidia, Nador, Nouakchott und Tétouan.

Mit dem eigenen Wagen oder Mietwagen
Im Nordosten Marokkos ist das Straßennetz am besten ausgebaut, die Hauptstraßen sind bei jedem Wetter befahrbar. Südlich und östlich des Atlasgebirges ist eher mit Sandpisten zu rechnen, die zudem recht kurvig sind. Generell wird das Reisen im Inneren des Landes zunehmend schwieriger. Vor allem bei Überquerung des Atlasgebirges während der Wintermonate ist Vorsicht geboten, die Pässe können bei Schneefall gesperrt sein. Die Hälfte der 62.000 Kilometer umfassenden Strecken Marokkos sind asphaltiert. Die wichtigsten Städte sind durch mautpflichtige Autobahnen miteinander verbunden, so Casablanca mit Tanger und Marrakesch, und Rabat mit Fes. Die Gebühr kann direkt vor Ort entrichtet werden. Vorsicht ist an Kreuzungen geboten, oft funktionieren die Ampelanlagen nicht und der Verkehr wird durch einen Polizisten geregelt. Der von rechts kommende Verkehr hat generell Vorrang, auch im Kreisverkehr. Nachtfahrten sollten vermieden werden, und auch auf Autobahnen jederzeit mit Fußgängern und Tieren gerechnet werden.

In den meisten größeren Städten Marokkos befinden sich Niederlassungen der Mietwagenfirmen. Die besten Konditionen bekommen Sie aufgrund der starken Konkurrenz in Agadir, Casablanca, Marrakesch und Tanger. Häufig wird die Hinterlegung einer Kaution verlangt. Untersuchen Sie das Auto bei Übernahme gründlich, überprüfen Sie das Vorhandensein eines Reserverads und Wagenhebers. Falls Sie vorhaben mit Ihrem Mietwagen in entlegenere Gebiete zu fahren, sollten Sie außerdem genau prüfen, ob die Nutzung unbefestigter Straßen vertraglich erlaubt ist. Das Rif-Gebirge sollte nicht allein befahren werden. Besonders die Straßen zwischen Chefchaouen über Ketama nach Al-Hoceima und von Ketama nach Fez werden von Rauschgifthändlern frequentiert und gelten als unsicher.

Mit der Bahn
Das marokkanische Bahnnetz gehört zu den modernsten ganz Afrikas. Die ONCF (Office National des Chemins de Fer) verbindet die wichtigsten Städte des Landes, dazu gehören Casablanca, Fes, Marrakesch, Meknes, Rabat und Tanger. Die Verbindungen sind zuverlässig, meist bedienen täglich mehrere Züge eine Strecke, und das Reisen ist günstig. Die Bahnen bieten zudem eine bequeme Alternative zu den häufig überfüllten Bussen, die Schnellzüge sind sogar klimatisiert. Die einfache Fahrt von Tanger nach Marrakesch, dem südlichsten Bahnhof, kostet ungefähr 200 Dinar in der zweiten Klasse, in der ersten sind es um die 300 Dinar. Kaufen Sie Ihren Fahrschein am besten im Bahnhof, denn bei Kauf im Zug fallen Extrakosten an.

Mit dem Bus
Um auch kleinere Ortschaften zu erreichen, bietet sich die Fahrt mit einem der Busse an. Marokko hat ein dichtes Netz an Busverbindungen. Während es sich zwischen den großen Städten häufig lohnt, auf das Bahnnetz und seine schnelleren und bequemeren Verbindungen zurückzugreifen, können Sie mit dem Bus auch die entlegeneren Ecken des Landes erreichen. Tickets sollten generell im Voraus gebucht werden. Seien Sie rechtzeitig am Bus, um sich einen der begehrten Sitzplätze zu sichern, denn die Busse sind häufig überfüllt. Zumeist sind die Busse nicht klimatisiert und so kann es dann besonders in den höheren Lagen des Atlasgebirges kalt werden, denken Sie daher an warme Kleidung. Für das Einladen des Gepäcks drückt man dem Busfahrer üblicherweise zusätzlich ein kleines Trinkgeld in die Hand. Wenn Ihr Anspruch an den Reisekomfort nicht all zu hoch ist, bietet das Bus fahren in Marokko eine preisgünstige Alternative, dank derer man viel von Land und Leuten mitbekommt. Die größte Firma, mit dem besten Ruf, ist CTM. Ihr Streckennetz reicht über das gesamte Land, zusätzlich verkehrt Sie in Zusammenarbeit mit Eurolines sogar nach Europa. In Konkurrenz zu ihr steht die Firma SATAS, welche unter anderem Verbindungen zwischen Agadir und Casablanca anbietet.

Mit dem Taxi
Auf Taxis kann man in allen größeren Städten Marokkos zurückgreifen. Diese Art der Fortbewegung ist auch unter Einheimischen beliebt und, wenn auch ein wenig teurer als die Fahrt per Bus, ein immer noch günstiges Fortbewegungsmittel. Unterschieden wird zwischen den sogenannten ‚petite taxi’ für Fahrten innerhalb einer bestimmten Stadt, und den ‚grande taxi’, welche verschiedene Städte miteinander verbinden, und meist bis zu sechs Passagiere befördern können. Auf langen Strecken ist daher mit mehreren Stopps zu rechnen, bei denen Passagiere abgesetzt beziehungsweise neue aufgenommen werden.

Fortbewegung innerhalb der Großstädte
Großstädte wie Casablanca, Marrakesch und Rabat verfügen über günstige und großzügige Busnetze. Hinzu kommt die Möglichkeit eines der vielen ‚petite taxi’ in Anspruch zu nehmen. Casablanca hat sogar eine S-Bahn, welche die Stadt mit dem Flughafen Mohammed V verbindet.